Java – JRE

Java Runtime als MSI verteilen ist unkompliziert. Man downloadet sich direkt bei Java – SUN die aktuelle Java-Runtime in der Offline-Version. Zu finden ist die hier:

http://www.java.com/en/download/manual.jsp

Die erhaltenen exe wird ausgeführt und fragt nach dem Zielverzeichnis. Jetzt kann man die Installation abbrechen und geht an dieser Stelle in folgendes Verzeichnis auf seiner Festplatte:

c:\Dokumente und Einstellungen\nutzername\Anwendungsdaten\Sun\Java\jre1.6.0_30 (oder eben aktuelle Version)

und findet dort die ausgepackten Dateien der exe – unter anderem auch die gewünschte MSI Datei.

Man kopiert diese Subdirectory unter die Serverfreigabe zur Verteilung und kann das MSI Paket per Gruppenrichtlinie verteilen.

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Schulnetz 2.0

Vorbetrachtung:

Investitionen in Thüringer Schulen werden vor allem aus EFRE Mitteln finanziert und richten sich dadurch in Zukunft auch nach den Infrastrukturentwicklungsauflagen dieses Fonds. Daraus ergeben sich u.a. folgende Schwerpunkte:

–    Verbesserung des Zugangs sowie der Nutzung und Qualität von IKT; Stärkung der IKT-Anwendungen für e-Learning; digitale Integration

Im schulischen Alltag ist also der Ausbau der schulischen Infrastruktur innerhalb der EFRE Förderung zu priorisieren. Gleichzeig kann hier nicht bloß die Hardwareausstattung mit z.B. Wireless Routern verstanden werden, sondern es müssen die Belange von Schule in Hinsicht auf Sicherheit, Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit berücksichtigt werden.

Daraus folgend wäre ein Förderungsschwerpunkt der neuen EFRE Periode  die Erstellung eines offenen Schulnetzwerkes mit Nutzer- und Nutzungskontrolle.

Aktueller Zustand:

Thüringen verfügt aktuell über keine Landeslösung / bzw. verbindliche Empfehlung für Schulnetzwerke. Zur Nutzung der IKT hat also jeder Schulträger eigene Strukturen aufgebaut. Im günstigsten Fall besteht aktuell ein Schulnetzwerk aus klassischen Server / Workstation Kombinationen mit didaktischer Verwaltungs- / Nutzungsoberfläche. Nutzer haben Loginnamen, entsprechende Freigaben, entsprechende Rechte, Internetzugänge und Druckerzuweisungen sowie vorbereitete Workstations und Profile.

Vorteil: stabiler verläßlicher Betrieb

Nachteil: da die Workstations verbindlich eingerichtet sind, ist praktisch kein Ausprobieren von alternativer Software durch Lehrer oder Schüler möglich, es ist auch keine Einbindung von Fremdgeräten (Lehrer- / Schülernotebooks, Handy, Tablets) in die schulische IT vorgesehen

Gleichzeitig gibt es eine deutliche Tendenz zum Einsatz von mobilen Geräten in den Schulen, während aktuell in den Schulnetzwerken vor allem klassische Workstations eingesetzt werden. Die Nutzung von mobilen Geräten, die sich nicht im Inventar der Schule befinden, ist derzeit nicht möglich, oder muß durch den Administrator für jedes Gerät extra und händisch eingerichtet werden.

Im Hinblick auf die Integration von mobiler Technik und der Verbesserung des Zugangs zur IKT ist also eine Ausstattung der Schulstandorte mit Wireless Lan notwendig. Gleichzeitig sind die Datenschutzrechtlichen Ansprüche an ein Schulnetz zu berücksichtigen. D.h. die Nutzung ist durch eine Zugangskontrolle abzusichern, die Zugriffe sind  zu protokollieren und durch Filterprogramme einzuschränken. Nutzer erhalten  sowohl Intranet-, als auch Internetlaufwerke (Freigaben). Auch didaktische Funktionen sind vorzuhalten, z.B. die Nutzung des Netzwerkes kann durch den Lehrer temporär deaktiviert werden, eine Black- oder Whiteliste kann aktiviert werden, etc.

Entwicklugsvorhaben:

Ein sinnstiftender Einsatz der EFRE-Förderung sollte für Thüringen nicht bloß die Hardwareausstattung zur Nutzung der IKT finanzieren, sondern auch eine Ausstattungsempfehlung und eine Nutzungslösung als förderfähige Aspekte einer Schulnetzlösung beinhalten. In Folge einer solchen Priorisierung wäre die Erstellung einer Landeslösung für Schulnetzwerke vorstellbar. Die Erstellung einer solchen Lösung wird Programmierleistung und damit Geld kosten und könnte durch eine entsprechende Förderfähigkeit aus EFRE für die Schulträger finanzierbar sein.

Projektskizze:

Um die Theorie auch ein wenig inhaltlich zu beleuchten, will ich hier kurz die aus meiner Sicht notwendigen Funktionalitäten erläutern.

Im Schulnetzwerk gibt es fest installierte Workstations, mobile Geräte aus dem Inventar der Schule und mobile Fremdgeräte. Bisher sind die Workstations Domänenmitglieder mit entsprechenden namentlichen Logins und vorgefertigten Arbeitsumgebungen. Mobile Geräte aus dem Schulinventar sind entweder genauso eingerichtet, oder sie nutzen den Internetzugang der Schule und evt. Freigaben. Externe Geräte gibt es aktuell nicht im Schulnetz, oder sie werden vom Admin persönlich eingebunden. Der Schulserver übernimmt die Kommunikation mit einem gefilterten Internetzugang, Freigaben und Protokollierungen. Diesen Schulserver könnte man integrieren, müssen aber den Funktionsumfang erweitern, um externen Geräten einen definierten Zugang zu ermöglichen. D.h. das Schulnetzwerk läuft über einen zentralen Server, der autorisierte Zugriffe ermöglicht und bei nichtauthentifizierten Geräten eine Selbstaufnahme anbietet. Das Szenarium sähe dann folgender Maßen aus: ein Lehrer kommt mit seinem Notebook in die Schule, verbindet sich mit dem W-Lan der Schule und erhält über seinen Browser die Aufforderung, sich anzumelden. Da der Lehrer ohnehin eine Anmeldung im Schulnetzwerk hat, trägt er seine Nutzerdaten ein, kann dadurch das W-Lan nutzen und bekommt ein Portal angezeigt, auf dem er sich mit seinen Netzfreigaben verbinden kann, über das er die Lernplattform und die Schulhomepage / Vertretungspläne, etc. anwählen kann, ohne sich erneut anmelden zu müssen.

Alternativ wird ein mobiles Endgerät (Notebook / Handy) mit dem Schulnetz verbunden, dessen Nutzer keine Anmeldung im Schulnetz besitzt. Dieser Nutzer trägt seinen Namen und seinen Status (Lehrer/ Schüler – hier dann die Klasse oder temporärer Gastzugang) sowie eine bestehende eMail-Adresse ein. Diese eMail-Adresse muß dann innerhalb von 5 Minuten durch eine Replaymail bestätigt werden. So lange ist die Nutzung des Internet für diesen Nutzer frei. Mit der Bestätigungsmail erhält er Nutzerdaten, mit denen er sich ab dann am Portal der Schule anmelden kann und den Schulinternetzugang nutzt. Gleichzeitig wird er in der Domäne als Benutzer angelegt, bekommt Homelaufwerk und allgemeine Freigaben und seine Aktivitäten werden protokolliert.

Ausbauschwerpunkte:

vollständige Schulvernetzung mit Wireless Lan, managbare Switche, Schulserverlösung (Hard- und Software), mobile Endgeräte… weiterlesen